Der Preis eines Kitten

 

Auf dieser Seite möchten wir Sie ein bisschen aufklären, warum eine Rassekatze so “teuer” ist.

 

Viele Interessenten schockt der Preis einer Rassekatze der in der Regel für ein Liebhabertier bei ca. 550,– und 850,– Euro liegt und fragen sich warum eine Rassekatze so teuer ist.

Der Preis für eine Rassekatze setzt sich aus vielen Faktoren zusammen:

  • Ein seriöser Züchter ist Mitglied in einem Katzenzuchtverband. Je nach Verein variieren die Jahresbeiträge, welcher bis zu 100,– Euro betragen kann. Ein Schwarzzüchter hat diese Kosten nicht und bei ihm werden zum Leitwesen der Tiere auch nicht die Anzahl der Würfe bei den Kätzinnen kontrolliert.
  • Der Preis einer Zuchtkatze ist höher als der Preis eines Liebhabertieres. Die Preise einer Zuchtkatze liegen bei 1200,– bis 2000,– Euro. Dazu kommen noch die Fahrtkosten, die mehrere 100 km betragen können, um sein Liebling vom Züchter abzuholen oder auch die Kosten für einen evtl. Import aus dem Ausland. Ein Schwarzzüchter hat diese hohen Kosten nicht, da auch er seine Tiere bei einem Schwarzzüchter bezieht oder Kitten aus den eigenen Würfen behält. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man sich bei einem Schwarzzüchter ein Kitten aus einer Inzuchtverpaarung holt.
  • Bevor man mit einer Zuchtkatze züchten kann, muss diese entweder auf einer Ausstellung oder durch einen Tierarzt zuchttauglich geschrieben werden. Die Kosten für eine Ausstellung liegen bei ca. 24,– bis 40,– Euro pro Tier, zzgl. Müllgebühren und Gebühren für den Katalog. Dazu kommen noch die Fahrtkosten, Kosten für einen evtl. eigenen Käfig, die Käfigdeko und Einrichtung wie Ausstellungstoilette, Kuschelplatz, Näpfe etc. Außerdem wird die Katze gesundheitlich untersucht, z.B. auf HCM und PKD (Kosten 220,- bis 260,- €) geschallt, Blutuntersuchungen, Kotuntersuchungen, Scheidenabstrich usw.  Ein Schwarzzüchter lässt all diese Untersuchungen nicht vornehmen! Wenn man Glück hat dann sind die Katzen wenigstens geimpft.
  • Hat man keinen eigenen Deckkater oder möchte man eine Verpaarung mit einem anderen Kater machen (damit man sich z.B. ein Kitten aus dieser Verpaarung behalten kann), muss der Züchter an den Deckkater-Halter eine Decktaxe zahlen welche in der Regel bei min. 500,– Euro liegt. Hinzu kommen noch anfallende Kosten für diverse Untersuchungen der Kätzin die der Deckkater-Halter verlangt. Ebenfalls kommen auch hier die Anfahrtskosten zu der Cattery des Deckkaters hinzu, der auch mal einige 100 Kilometer entfernt wohnt.
  • Ist eine Kätzin nun trächtig kommen weitere Kosten auf den Züchter zu. Die Kätzin bekommt dann hochwertigeres Futter und denken Sie nicht, dass dieses ausschließlich von der tragenden Kätzin gefressen wird -auch die anderen Katzen fressen kräftig mit. Oftmals wird die Kätzin während der Schwangerschaft von einem Tierarzt begleitet um sicher zu stellen, dass es der Kätzin und ihren Babies gut geht. Auch die Tierarztkosten für die Untersuchungen, Ultraschall oder einen evtl. Kaiserschnitt wollen bezahlt werden. Wenn die Kätzin ihre Babys bekommen hat bekommt sie weiterhin hochwertigeres Futter, um eine optimale Versorgung für Mutter und Kitten zu gewährleisten. Auch nach der Geburt können weitere Tierarztkosten anfallen, wenn z.B. ein Kätzchen an einer Infektion leidet, was auch in den besten Catterys vorkommen kann.
  • Sind die Kitten ca. 4 Wochen alt fängt man langsam an sie an Nassfutter zu gewöhnen, was die eh schon hohen Futterkosten noch stark anhebt. Je größer und kräftiger die Kitten werden, umso mehr fressen und scheiden sie natürlich auch wieder aus, was wieder höhere Kosten an Katzenstreu bedeutet.
  • Für die Katzenkinder müssen neben Spielzeug auch Kratzteppiche und Kratzbäume zur Verfügung stehen.
  • Der Züchter muss bei seinem Verein auch Gebühren für die Stammbäume der Kitten bezahlen, außerdem kommen noch Kosten für Annoncen in Zeitungen und Internet hinzu.
  • Ein seriöser Züchter gibt seine Kitten mehrfach entwurmt und geimpft ab, auch diese Kosten wollen getragen werden. Ein Schwarzzüchter impft seine Kitten überhaupt nicht oder höchstens einmal, da sie oft viel zu früh verkauft werden (so wird viel Geld für Futter und Katzenstreu gespart). Die Kitten verpassen dann aber die wichtigste Zeit, nämlich die Prägungsphase. Diese geschieht im Alter zwischen 8-12 Wochen durch die Mutter, in der die Kitten wichtige soziale Regeln für das spätere Leben lernen. Ein seriöser Züchter wird seine Kitten frühestens mit 12 oder aber besser erst mit 16 Wochen abgeben.
  • Auch eine Katze oder Kitten wird mal bei einem Züchter krank und muss sofort medizinisch versorgt werden. Gegebenenfalls hat sich auch eine andere Katze angesteckt und muss mitbehandelt werden.

Sie sehen also, dass die Kosten, die Arbeit und der Zeitaufwand für dieses Hobby sehr enorm sind und nicht unbeachtet bleiben sollten. Kein seriöser Züchter kann sich mit der Zucht von Rassekatzen eine goldene Nase verdienen. Die Kosten für die Anschaffung  und Haltung der Zuchttiere, die tierärztliche Betreuung, Ausstellungen, Futter und Streu sowie Kratzmöbel und Spielzeug wollen erst einmal gestemmt werden!

Bitte beachten Sie, dass Kitten von einem Schwarzzüchter zwar auf den ersten Blick billiger sind, aber diese nicht oder nur teilweise geimpft sind, die Elterntiere besitzen oft keinen Stammbaum, sodass man Inzucht nicht ausschließen kann und es gibt auch keinen Verein der verhindern kann, dass die Katzen als Gebährmaschinen enden. Oftmals entstehen dem Käufer so eines Kitten hinterher genauso hohe oder noch höhere Kosten, sodass dieser sich gleich ein gesundes Kitten aus einer seriösen Zucht hätte kaufen können, nur das ihm dabei viel Ärger, Leid und Zeit erspart geblieben wäre. Bitte überlegen Sie es sich lieber dreimal, ob Sie sich wirklich ein “Schnäppchenkitten” ins Haus holen möchten.

Bitte kaufen Sie keine Kitten bei einem Schwarzzüchter, auch nicht aus Mitleid, denn damit unterstützen sie diesen nur und nur so kann er damit weiter machen und seine Tiere als Gebährmaschinen ausbeuten.

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