Wissenswertes

Wissenswertes über die Ernährung der Katze

Bereits am Gebiss der Katze erkennt man, dass diese ein Fleischfresser ist. Das Gebiss der Katze besteht aus großen Fangzähnen zum Fangen und Festhalten der Beute und aus ausgeprägten Reißzähnen um diese zu zerreißen. Ausgeprägte Mahlzähne zum Zerkauen von pflanzlicher Nahrung fehlen der Katze. Auch das Verdauungssytem der Katze ist auf fleischliche Proteinkost und nicht auf die Verdauung von pflanzlichen Produkten ausgelegt.

Was benötigen Katzen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung?

Die wichtigsten Nährstoffe und Nahrungsbestandteile der Katze sind Eiweiße, Fette, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe die in versch. Mengen- und Spurenelemente unterteilt sind.

- Hochwertiges Eiweiß ist der wichtigste Baustein der Ernährung einer Katze. Die Katze benötigt vor allem Eiweiß in Form von Fleisch und Fisch. Katzen haben grundsätzlich einen erhöhten Bedarf an Eiweiß, im Vergleich zu Hunden sogar einen doppelt so großen.

- Taurin ist eine Aminosäure und lebenswichtig für Katzen. Katzen können Taurin nicht selbst in ausreichenden Mengen bilden, deswegen muss dieses über das Futter zugeführt werden. Taurin kommt nur in tierischem Eiweiß vor, gute Taurinlieferanten sind z.B. Putenherzen, Hühnerherzen oder Rinderherzen. Taurin ist besonders wichtig für die Funktion des Herzen und der Augen.

- Fette versorgen die Katze vorallem mit Energie. Lamm- und Schaffleisch ist in der Regel fetthaltig und enthält damit viele wertvolle Fettsäuren und Energie.

- Kohlenhydrate die aus einfach, zweifach oder mehrfach Zucker aufgebaut sind können von der Katze kaum verwertet werden, da den Katzen das dafür benötigte Verdauungsenzym fehlt. Allerdings benötigt die Katze in geringen Mengen Ballaststoffe. Ballaststoffe haben einen sehr geringen Nährwert, fördern aber eine positive Darmflora.

- Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Die Katze kann Mineralstoffe nicht selbst herstellen, deswegen müssen diese über die Nahrung zugeführt werden. Mengenelemte werden dabei in einer höheren Dosis als Spurenelemente benötigt. Spurenelemente dürfen nicht in großen Mengen der Katze zugeführt werden, da dieses schädlich für die Katze ist.

Mengenelemente:

- Kalzium ist wichtig für ein gesundes Skelett der Katze, für die Zahnstabilität, Blutgerinnung, Nerven und Muskeln.

- Phosphor ist für gesunde Bänder und Sehnen, den Stoffwechsel, DNS und Knochen und Zähne wichtig.

- Magnesium wird für die Regulierung des Energiestoffwechsels, vorallem der Nerven und Muskeln benötigt.

- Natrium ist ebenfalls wichtig für das Skelett und zur Regulierung des Wasserhaushalts wichtig.

- Kalium für die Herz- und Muskeltätigkeit im Zusammenspiel mit Natrium.

- Chlor zusammen mit Kalium und Natrium am Wasserhaushalt beteiligt.

Spurenelemente:

- Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport über die roten Blutkörperchen, die Muskulatur, das Immunsystem und der Zellatmung.

- Kupfer ist im Zusammenspiel mit Eisen wichtig für die Bildung von Hämoglobin, Pigmenten und dem Bindegewebe.

- Mangan ist für die Entwicklung der Knochen.

- Zink wird für den Nahrungsstoffwechsel benötigt.

- Jod dient der Hormonproduktion in der Schilddrüse.

- Selen ist im Zusammenspiel mit Vitamin E wichtig für den Schutz der Zellenmembrane.

Vitamine:

Vitamine sind organische Verbindungen, die an allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt sind. Diese können allerdings zum Großteil nicht selbst von der Katze hergestellt werden. Vitamine werden unterteilt in fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (C und B-Komplex). Fettlösliche Vitamine müssen im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen zusammen mit Fett verdaut werden, da sie sonst nicht ins Blut gelangen. Eine zu Große Menge an wasserlöslichen Vitaminen wird von der Katze über die Niere mit dem Urin ausgeschieden. Sie müssen immer wieder neu mit der Nahrung aufgenommen werden und werden nicht gespeichert.

- Vitamin A kann von der Katze nicht selbst gebildet werden und muss über die Nahrung zugeführt werden, allerdings darf dies nicht überdosiert werden, da sich dies gesundheitsschädlich auf die Katze auswirken kann! Vitamin A ist wichtig für die Augengesundheit, das Skelettwachstum, die Fortpflanzung und die Gewebegesundheit und beeinflusst bestimmte Hormone wie die Schilddrüsenhormone.

- Vitamin D ist besonders wichtig für den Knochenstoffwechsel. Auch Vitamin D sollte nicht überdosiert zugeführt werden. Eine kurzzeitige Überdosierung ist zwar nicht ernsthaft dramatisch, sollte jedoch vermieden werden.

- Vitamin E ist ein Antioxidanz und schützt die Zellwände vor der Zerstörung durch freie Radikale oder andere oxidative Prozesse.

- Die B-Vitamine sind ein gesamter Komplex aus versch. Einzelvitaminen. Sie sind notwendig für die Nervenfunktion, das Immunsystem, eine gesunde Herzfunktion, der Haut- und Fellgesundheit, die Blutbildung, die Fortpflanzung sowie für den Protein-, Fett- und Energiestoffwechsel.

 

Woran erkennt man ein gutes Nassfutter?

Ein gutes Nassfutter hat eine Fleischanteil von min. 65%, es sollte eine genaue Deklaration des Fleischanteils und der Nebenerzeugnisse sowie der Inhaltsstoffe haben und als Alleinfuttermittel deklariert sein. Es sollte 0% Zucker, Inulin oder Karamell, keine Farbstoffe, Aromastoffe, Konservierungsstoffe, EG-Zusatzstoffe und Soja Erzeugnisse enthalten. Taurin sollte im Futter enthalten sein. Es sollte einen hohen Feuchtigkeitsgehalt haben und max. 10% pflanzliche Bestandteile (am besten Reis, Nudeln, Gemüse). Ein hoher Proteingehalt, mindestens 10%, und einen Fettgehalt von mindestens 5%, besser etwas mehr. Von einem guten Futter wird nur ein geringer Tagesbedarf benötigt!

Fleischanteil und tierische Nebenerzeugnisse

Auf vielen Produkten steht als Deklaration z.B. „40% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Nun weiß man aber nicht wie hoch der reine Fleischanteil ist und wie viel von welchem Nebenerzeugnis drin steckt. Zu den Nebenerzeugnissen zählen z.B. Innereien wie Herz, Leber, Niere, Milz, Blut, Magen und Lunge, die durchaus Sinn in der Ernährung der Katze haben, aber auch Schlachtabfälle wie Schnäbel, Hufen, Klauen, Hühnerfüße, Gebährmutter, Hoden, Zwerchfell, Borsten, Feder, Sehnen etc. wo nicht die notwendigen und gesunden Fleischanteile enthalten sind die eine Katze braucht. Bei diesen Nebenerzeugnissen handelt es sich um günstiges und minderwertiges Füllmaterial.

Es ist also immer wichtig, dass der Fleischanteil genau deklariert wird, damit man unterscheiden kann, ob es sich um Fleisch oder tierische Nebenerzeugnisse handelt. Bei wirklich hochwertigem Futter wird der reine Fleischanteil deklariert, dazu die Nebenerzeugnisse extra, wie z.B. 70% Rindfleisch, tierische Nebenerzeugnisse (Herz, Leber, Magen).

Man sollte Abstand nehmen von Futter, auf dem nicht genau deklariert ist, welche tierischen Nebenerzeugnisse enthalten sind, wie es bei vielen Discounter Marken der Fall ist, wie z.B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse…

 

 

 

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