FIP – Feline Infektiöse Peritonitis

FIP ist seit ca. 40 Jahren bekannt, hat eine weltweite Verbreitung und kommt bei Hauskatzen wie auch bei Wild- und Großkatzen vor.

Es wird geschätzt, dass min. 6% aller Katzen in einem Alter bis zu 3 Jahren daran sterben. Nach diesem Alter sind Todesfälle an dieser Krankheit selten, sie steigen aber bei Katzen über 12 Jahren wieder an.

Ca. 95% aller Katzen tragen das feline Coronavirus in sich. Die Übertragung geschieht nicht nur von Katze zu Katze direkt, sondern auch über den Mensch, über Hunde und andere Tiere. Es gibt keine Möglichkeit zu verhindern, dass sich eine Katze mit dem Coronavirus ansteckt.

FIP entsteht nur, wenn dieses Virus zu einer krankheitsauslösenden Variante mutiert. Ist das Virus mutiert, erkrankt und stirbt die Katze innerhalb von 3 Tagen bis maximal 4 Monaten an FIP. Die mutierte Coronavirus Variante ist nicht ansteckend.

Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb das Coronavirus in die krankmachende Variante mutieren kann, wie z.B.:

- Stress durch falsche Haltung, wie z.B. in einer größeren Katzen Gruppe welche nicht harmoniert oder mit einzelnen anderen Katzen, wenn das Zusammenleben nicht harmonisch ist, Stress durch Umzug, Transport, tierärztliche Behandlungen, Impfungen, bei lärmenden Kindern, lauter Musik, Stress durch den Hormonhaushalt, wenn die Katze unkastriert ist oder viele andere Ursachen welche für Katzen Stress bedeuten können.

- bei falscher Fütterung oder generell nicht Katzen gerechter Haltung.

- genetische Faktoren, wie Inzucht und andere Ursachen, welche das Immunsystem schwächen.

In den meisten Fällen ist vor allem eine Überbeanspruchung des Immunsystems der Katze ein Auslöser, aber auch andere leichte Erkrankungen der Katze, welche oft unbemerkt verlaufen können.

Da das Krankheitsbild sehr vielseitig ist, kann FIP bei einem lebenden, kranken Tier meist nur aus “Verdacht” diagnostiziert werden. Diese Krankheit kann sogar bei einem toten Tier nicht immer mit Sicherheit diagnostiziert werden. Deshalb ist eine Fehldiagnosen Quote von fast 30% anzusetzen. Ein gesundes Tier hat nie eine FIP und ist auch kein “Träger” von FIP.

Es gibt zwar einen Bluttest für Nachweise auf den Coronavirus (den fast alle Katzen in sich tragen), dieser Test hat aber bei einer gesunden Katze keine Aussagekraft. Bei rund 40% der Katzen die nachweislich an FIP erkrankt sind, lässt sich sogar der Coronavirustiter im Blut nicht Nachweisen, diese wären also “FIP-negativ” nach diesen Tests!

Vor rund 10 Jahren wurde eine Impfung gegen FIP auf den Markt gebracht. Diese Impfung ist ziemlich sicher vollkommen wirkungslos, wie verschiedene wissenschaftliche Versuche ergeben haben. Es ist sogar fragwürdig, ob diese Impfung nicht sogar eine FIP auslösen kann. Zur Zeit wird kein seriöser Tierarzt oder Züchter, welcher sich mit dem Thema auch gründlich vertraut gemacht hat, diese Impfung anwenden.

Es hat in den letzten Jahren ausführliche Forschungsarbeiten gegeben, um eine Möglichkeit zu finden, dass sich Katzen mit dem “harmlosen” Coronavirus nicht anstecken können, wie z.B. frühes trennen der Jungtiere von der Mutter und getrennte Aufzucht unter sterilen Bedingungen usw. Dabei hat es sich gezeigt, dass es nicht einmal unter sterilsten Laborbedingungen möglich ist, Katzen frei von Coronaviren zu halten. Es gehört also bei Katzen dazu, dass diese irgend wann in ihrem Leben mit dem Coronavirus in Kontakt kommen.

Es lässt sich also leider aktuell nicht verhindern, dass Katzen an FIP erkranken und sterben können. Es ist für alle, den Katzenbesitzer, dem Züchter und nicht zuletzt auch für die betroffene Katze, sehr tragisch und schlimm, wenn diese an FIP stirbt.

Quelle: Internet

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