Kastration

Unterschied Kastration/Sterilisation

Unter der Kastration versteht man das operative Entfernen der Keimdrüsen, also Hoden und Eierstöcke, welche für die Produktion der Geschlechtshormone zuständig sind. Potente Tiere werden dann zu Kastraten, der Sexualtrieb ist durch die fehlenden Geschlechtshormone nicht mehr vorhanden.

Der Begriff Sterilisation dagegen bedeutet das Durchtrennen von Ei- bzw. Samenleiter und Belassen der Keimdrüsen. Die Katzen sind weiterhin potent, jedoch nicht in der Lage sich zu vermehren.

Heutzutage führt man in der Regel eine Kastration aus, die bei Katzen häufig genannte Sterilisation ist ein falscher Begriff.

Gerüchte rund um die Kastration

- Die Katze muss einmal gerollt haben bevor man sie kastrieren kann

- Die Katze muss einmal werfen bevor man sie kastrieren kann

- Der Kater muss vor Kastration beginnen zu markieren

- Wohnungskatzen müssen nicht kastriert werden

- Werden Katzen/Kater kastriert wachsen sie nicht mehr, typische Merkmale entwickeln sich nicht aus, sie werden nicht erwachsen.

- Kastraten werden dick, jagen nicht mehr

All diese Punkte stimmen nicht.

 

Warum sollten Katzen und Kater kastriert werden?

- Unkastrierte Katzen & Kater unterstehen einer großen, hormonellen Belastung.

- Wenn eine Kätzin nicht kastriert ist rollt sie in regelmäßigen Abständen, dies bedeutet nicht nur enormen Stress für die Katze, auch für den Besitzer ist dies sehr anstregend. Die Kätzin frisst während der Rolligkeit nicht richtig.

- Bei Kätzinnen ist das Risiko einer Gebährmutterentzündung oder Dauerrolligkeit gegeben, dazu steigt das Krebsrisiko auf Dauer an, Zysten können sich bilden – all dies ist eine Gefährdung der Katze.

- Die Kätzin kann sich beim Deckakt bei einem FIV-positiven Kater anstecken und eine infizierte Katze kann ihre Kitten bereits im Mutterleib mit FIV infizieren.

- Unkastrierte Kater markieren nicht selten, was einen üblen Geruch bedeutet.

- Freilaufende Kater werden auf der Suche nach einer paarungsbereiten Kätzin unvorsichtig, sie könnten überfahren werden. Die meisten überfahren Katzen/Kater werden während den Paarungszeiten gefunden. Außerdem begeben sie sich in fremde Reviere und können sich bei Revierkämpfen mit anderen Katern schwere Bissverletzungen mit Abszessbildung oder Infektionen zuziehen oder gar mit tödlichen Krankheiten wie FIV, FeLV anstecken.

- Kastrierte Kater werden ruhiger und schmußiger.

Ablauf der Kastration

Beim Kater ist es in der Regel eine kurze Narkose und ein kleiner Hautschnitt am Hodensack. Der Schnitt wird oftmals noch nicht einmal mehr vernäht.
Die Narkose ist schnell ausgeschlafen und der Kater meist innerhalb kürzester Zeit wieder ausgeschlafen und fit.
Eine Ausnahme ist es, wenn bei einem Kater festgestellt wird, dass er einen (oder zwei) nicht abgestiegenen Hoden hat. Dies sollte ein Tierarzt aber bereits vor der Kastration über einen Tastbefund prüfen und feststellen können.

Katzen haben es nicht ganz so einfach. Der Eingriff ist größer, die OP dauert länger und die Narkose muss deswegen länger und tiefer gemacht werden. Katzen bekommen in der Regel einen Bauchschnitt, einige Tierärzte machen aber auch einen Schnitt an der Seite.

Katzen brauchen also im Vergleich zu Katern länger um wieder fit zu werden.

Die Tiere sollten die Narkose beim Tierarzt ausschlafen. Nimmt man ein Tier entgegen wird es zwar noch benommen sein, sollte aber wach sein bzw. sich wecken lassen. Gönnen Sie ihrem Tier Zuhause Ruhe und sorgen Sie dafür, dass es warm steht und nicht auskühlt. Am besten ist es, wenn sie die Katze in ihrer Transportbox richtig wach werden lassen. Die Katze sollte stehts unter Beobachtung sein bis sie richtig wach ist, da es nicht selten ist, dass sich die Tiere durch die Narkose übergeben müssen. Hier besteht die Gefahr, dass sie an dem Erbrochenen ersticken könnten. Rauslassen sollte man sie erst, wenn sie ohne um zufallen laufen können. Wenn die Katze wieder komplett wach ist, können Sie ihr Wasser und auch Futter anbieten.

Es ratsam sich vom Tierarzt eine Halskrause oder für Kätzinnen einen Body mitgeben zu lassen oder direkt anzuziehen, damit die Tiere nicht an der Wunde lecken können oder sich die Fäden herausziehen. Dies kann zu Infektionen oder zum Aufplatzen der Naht führen. Die Naht/Wunde sollte zur Sicherheit mehrmals täglich kontrolliert.

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